Technologie und Anwendungspotential von Dehnungssensorik aus Formgedächtnislegierungen

Virtuelle Veranstaltung am 27. April 2021

In den Branchen Transport, Energie und Medizintechnik werden zunehmend faserverstärkte Kunststoffbauteile eingesetzt. Diese Werkstoffklasse bietet eine enorme Ermüdungsbeständigkeit, die durch Belastungsüberwachung voll ausnutzbar ist. Eine innovative Sensortechnologie auf Basis von Formgedächtnislegierungen bietet in dieser Hinsicht großes Einsatzpotential. Bei dieser Veranstaltung erhalten Sie einen Einblick in diese Technologie und das nutzbare Anwendungspotential.

Was erwartet Sie?

1. Überblick über Dehnungssensorik
2. Dehnungssensorik auf Basis von Formgedächtnislegierungen
3. Innovationsnetzwerk ElRoSens: Elastisch, robuste und sensitive Dehnungssensorik
4. Anwendungspotential und Praxisbeispiele
5. Frage-Antwort-Runde und Diskussion mit Sensorik-Experten aus Industrie und Forschung

Die Teilnahme ist kostenfrei

Anmeldung über https://betrieb-machen.de/veranstaltungen/i2_thementag_20210427/

Diese Veranstaltung findet mit Unterstützung des Innovationsverbundes Maschinenbau Sachsen VEMASinnovativ statt.

Neue Dehnungssensorik ermöglicht Bauteilüberwachung

Gründung eines Unternehmensnetzwerks für schnellen Markttransfer

Wissenschaftlern des Fraunhofer IWU ist es gelungen, eine neue Sensortechnologie zur Messung von Dehnungen zu entwickeln, die durch ihr immenses Potential völlig neue Anwendungsmöglichkeiten eröffnet. Gegenüber bekannten Technologien wie z.B. Dehnmesstreifen zeichnet sich die neue Technologie durch eine höhere Empfindlichkeit, eine größere Dehnbarkeit sowie einen geringeren Preis aus. Basis ist ein neuartiges Material, dessen elektrischer Widerstand sich bei Belastung sehr stark ändert. „Aufgrund der exzellenten Dauerfestigkeit bei sehr großen Dehnungen eignet sich unsere Sensorik insbesondere für die Strukturüberwachung von Kunststoffbauteilen“ unterstreicht Dr. Thomas Mäder, Leiter der Forschungsgruppe. Die Leistungsfähigkeit der Sensorik konnte die Forschergruppe in ersten Anwendungsfällen aus dem Automotive und Luftfahrbereich bereits eindrucksvoll nachweisen. Nun streben die Wissenschaftler nach einem schnellen Markttransfer. „Wir haben eine große Anzahl konkreter Anfragen auf dem Tisch. Insbesondere Unternehmen aus den Bereichen Automobil, Luftfahrt und Windenergieanlagen sind sehr interessiert“ ergänzt Dr. Mäder.

Um die Entwicklung zu beschleunigen und damit den Markttransfer  der vielversprechenden Technologie zu forcieren, gründen die Wissenschaftler ein Unternehmensnetzwerk. „Wir wollen die zukünftigen Anbieter der Technologie mit potentiellen Anwendern zusammen bringen“ sagt Dr. Mäder. „So können die Entwicklungsschritte gezielt an die Anforderungen der Anwender angepasst werden.“ Innerhalb des Netzwerkes sollen die Entwicklungsarbeiten gebündelt werden, um schneller zu marktreifen Lösungen zu kommen. Durch gemeinsame Marketingmaßnahmen wird zudem der Bekanntheitsgrad der Technologie gesteigert. Interessierte Unternehmen können sich direkt über das Kontaktformular dieser Website an Dr. Thomas Mäder wenden.